Samstag, 31. Oktober 2015

Politiker kritisieren Zahl der Nachtflüge

Die Rheinische Post berichtet diese Woche über eine Anhörung des Flughafens in der Düsseldorfer Bezirksvertretung 05.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-politiker-kritisieren-die-zahl-der-nachtfluege-aid-1.5506468

In dem Artikel heisst es: 

"Verantwortlich [für die Verspätungen] seien viele verschiedene Faktoren, auf die der Flughafen selbst oft keinen Einfluss nehmen könne. Streiks, ungünstige Wetterlagen, Verspätung bei einer Bombenentschärfung und Personalmangel bei der Abfertigung und den Sicherheitskontrollen würden dazu gehören."

Weiter unten lesen wir:  

"Der Flughafen verspricht sich eine Entspannung der Situation, wenn die flexiblere Nutzung der zweiten Startbahn genehmigt würde." 

Das widerspricht den vorher genannten Ursachen für Verspätungen. Die meisten Nachtflüge werden geplant. Auf die zusätzlichen Verspätungen hat der Flughafen in der Regel keinen unmittelbaren Einfluss. Im Übrigen: nach 21 Uhr wird schon heute, nach der derzeit geltenden Regelung immer und grundsätzlich im Zweibahnbetrieb geflogen. Sehr zum Leidwesen vieler Anlieger beginnt damit abends um neun die lauteste Zeit der Tages. Öfter  als "immer" geht ja nun nicht. Da kann keine Flexibilisierung helfen. Die Versprechung einer Entspannung am Abend und in der Nacht entbehrt jeder Grundlage.

Wenn diese Versprechung im Zusammenhang mit den Erweiterungsplänen aufrecht erhalten wird,  sollten Politiker eine Analyse fordern, welche und exakt wie viele der rund 10000 jährlichen Nachtlandungen auf Planung und externe Ursachen zurückzuführen sind. Nächtliche Flugbewegungen als Folge der derzeitigen Nutzungsmöglichkeiten des Bahnsystems sollten für jeden Einzelfall belegt und nachgewiesen werden. Es wird sich schnell zeigen, dass es nur einen wirksamen Weg zur Verbesserung der Situation gibt: Der Flugplan endet künftig um 22 Uhr.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen