Mittwoch, 25. Mai 2016

Aufklärung der Schafe durch die Wölfe


Sebastian Peters kommentierte in der Rheinischen Post Mitte Mai das mangelnde Interesse der Bürger an der jüngsten Informationsveranstaltung des Flughafens in Meerbusch und sieht darin eine verpasste Chance.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/fluglaerm-wie-sehr-aergert-er-die-meerbuscher-wirklich-aid-1.5976060

Hätte er, statt sich auf seine Intuition zu verlassen, im Zuge einer Recherche einmal einen Blick in die im Internet zugänglichen Wortprotokolle der so genannten Informationsveranstaltungen der Flughafen GmbH zur Kapazitätserweiterung getan, so wüsste er, warum sich solche Veranstaltungen kein erfahrener Betroffener antut. Hier das Fazit eines Ratsmitgliedes aus Kaarst am 21. November 2013:


Bürger:

[…] Das Fazit lautet für mich, dass [...] Sie im Übrigen mit völlig leeren Händen nach Kaarst gekommen sind. Dass die Enttäuschung darüber nach zwei Stunden so stark ist, dass viele Leute jetzt einfach den Saal verlassen, [...] Sie können nicht nur hierherkommen und sagen, was Sie wollen, und dann noch sagen, wir wollen auch Ihre Interessen berücksichtigen, aber konkret kommt hier nichts an - kein Vorschlag, keine Kompromissbereitschaft, nichts.
(Beifall)

[...] Das ist für mich unerträglich, und ich wundere mich wirklich nicht, dass die Leute dann sagen: Okay, die zwei Stunden hätte ich mir auch schenken können. Es ist nichts Neues dabei herausgekommen. [...] Kommen Sie, wenn Sie das nächste Mal hierherkommen, mit irgendetwas, was Sie uns vorschlagen können. Ansonsten, würde ich sagen, bleiben Sie zu Hause.
(Beifall)

https://www.dus.com/~/media/fdg/dus_com/konzern/unternehmen/kapazitaetserweiterung/pdfs/protokolle/protokoll_kaarst_2013-11-21.pdf

Protokollauszug S. 46

Fluglärmbetroffene verfügen über alle relevanten Informationen zum Lärmgeschehen aus erster Hand. Wir kennen das Problem weit besser als die Geschäftsführung der Flughafen GmbH. Die Veranstaltungen des Flughafens richten sich auch nicht wirklich an uns, sondern ausschließlich an die nichtbetroffene Mehrheit der Bevölkerung, um deren Zustimmung für die weitere Schädigung der Minderheit unter den An- und Abflugwegen zu gewinnen. Wie wir auch an diesem Artikel erkennen, geht das leider, sogar gegenüber Journalisten, ganz einfach.


1 Kommentar:

  1. Das ständige, sinnfreie bla bla der Flughafenlobby kann doch keiner mehr ertragen, ebenso wie die Propaganda-Presse ...

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